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Freitag, 4. Mai 2018

Pockerface



Heute muss ich Euch erzählen, was ich kürzlich erlebt habe und was zeigt, wie ablehnend die meisten Menschen dem Thema ABDL – ich schmeiße hier Windelliebhaber und Adultbabys einmal in einen Topf – doch gegenüberstehen. 

Leider musste ich das nun in der eigenen Familie erleben. Ich hatte nie erwartet, dass Sie diesem, für die meisten Menschen doch schwierigen Thema aufgeschlossener gegenüberstehen als andere Menschen. Trotzdem schockt es doch sehr, wenn aus einer Vermutung und einem Fünkchen Hoffnung, dass es vielleicht doch anders ist, bittere Realität wird.
Mein Erlebnis zeigt auch, wie schnell man von solchen Menschen in Misskredit gebracht werden kann, wenn sie erfahren, dass sich jemand so verhält wie wir Betroffenen es tun. 

Es war auf einer Familienfeier. Gegen Abend traf sich ein Teil der Familie im Haus meines Vaters.
Im Laufe des Abends kam das Gespräch auf einen alten Schulfreund von mir, mit dem auch meine Schwester und mein Vater bekannt sind. Dieser war lange Zeit glücklich verheiratet und hat sich dann vor einiger Zeit von seiner Frau getrennt. Beide haben mittlerweile neue Partner, er einen Mann, Sie eine Frau, was ich nur erwähne um zu zeigen, dass ich von meinen Freund in erotischer Hinsicht für toleranter gehalten hätte, als ihr es weiter unten erleben werdet. Aber der Reihe nach. 

Besagter Freund und seine damalige Frau hatten schon immer einen Mitbewohner, den Sie fast wie ein Sohn behandelten und ich glaube es war in der Vergangenheit sogar einmal von Adoption die Rede. Er war einige Jahre jünger als mein Schulfreund aber längst kein Kind mehr.
Ich kannte diesen Mitbewohner natürlich auch, habe einige Male mit ihm zusammen gefeiert, ihm auch schon mal kleine Dienste in Sachen Computer erwiesen und er war mir immer sympathisch. 
Engeren Kontakt habe ich mit ihm aber nicht gehabt und so wusste ich auch nicht allzu viel privates von ihm. Ein Bekannter, wie man so schön sagt.

Eines Tages, die Sache ist jetzt schon einige Jahre her, rief mich mein Freund zur Hilfe, weil ich seine WLAN Zugänge ändern sollte, damit sein ursprünglich so eng verbundener Mitbewohner keinen Zugang mehr hat. Er hatte sich mit diesem zerstritten und ihn vor die Tür gesetzt, wie er mir erzählte. Ich war ihm also behilflich und wie es so meine Art ist, fragte ich auch nicht nach, warum es zu so einem Zerwürfnis gekommen war. Wenn es so war, war es so. Er mochte seine Gründe haben.
Auch nach einigen Jahren, die seitdem vergangen sind, war mir der Grund für das Zerwürfnis bis zu dem denkwürdigem Abend im Hause meines Vaters, nicht auch nur Ansatzweise bekannt.

Wie ich aber bereits anmerkte, kannte auch meine Schwester mein Schulfreund und weil dieser wiederum auch meiner Schwester einmal in einer Angelegenheit behilflich war, verkehrte sie dort auch zeitweise. Ihr hatte mein Freund in einer Unterhaltung wohl anvertraut, was dort zwischen ihm und seinem Mitbewohner vorgefallen war und warum er ihn rausgeschmissen hat.

Als meine Schwester auf meinen Freund und die alte Geschichte des Rauswurfs zu sprechen kam, fragte ich natürlich nach, ob sie etwas Genaueres wüsste was damals dort geschehen sein könnte. Nicht ahnend natürlich, was mich jetzt erwarten würde.

„Der hatte 'ne Macke!“, begann sie ihren Einleitungssatz. Noch immer ahnte ich nicht, was jetzt kommen würde. Alle die meinen Schulfreund kannten, blickten sie neugierig an und sie fuhr fort: „Der hat Babysachen angezogen!“

Fragende Gesichter in der Runde. Meines dürfte eher erschrocken gewesen sein! Ich musste mich beherschen, aber ich versuchte mir nichts anmerken zu lassen.

„Wie, der Windeln angezogen und so...?“, fragte der Freund meiner Schwester zurück. Meine Schwester nickte. 
Mein Schulfreund, hatte ihn wohl dabei erwischt und dieses - wenig tolerant - mit dem Rausschmiss quittiert.

„Ja, der hat echt 'ne Macke!“, wiederholte sie sich noch einmal. 

Ich schluckte, denn das galt dann natürlich, ohne das meine Schwester das ahnen konnte, genauso mir! 

Zu allem Überdruss saß ich selbst gewindelt, mit rosa Gummihose, lila Strumpfhose und dem obligatorischen Body inmitten dieser illustren Runde. Scham kam auf, obwohl ich ganz genau wusste, das ich keine Macke habe. Ich bin nur mit einem Fetisch gesegnet, der für die meisten Menschen nun mal nicht so recht nachvollziehbar ist. Wie auch, ich kann das ja verstehen, verkörpern doch gerade Windeln das Gegenteil dessen, was die meisten als sauber, angenehm oder gar erotisch empfinden. Fast niemand möchte es selbst mal erleben auf Windeln angewiesen zu sein, obwohl es natürlich jeder von ihnen in seiner Kindheit bereits einmal war.

Trotzdem versuchte ich aber mein Pokerface zu wahren und traute mich nicht das ganze in irgendeiner Weise zu kommentieren. Was hätte ich auch sagen sollen? Verteidigen konnte ich die Sache kaum ohne mich vielleicht dafür rechtfertigen zu müssen und womöglich verdacht auf meine eigene Person zu lenken. Und Ihnen zustimmen, nur um nicht aufzufallen? Das wäre auch nicht richtig gewesen und mir wie Verrat an meinen "Leidensgenossen" vorgekommen.

Meine Schwester ließ sich noch weiter ein wenig abfällig darüber aus und machte klar, was sie von derartigem Verhalten hielt. Sie fügte auch noch hinzu, dass wohl ein weiterer Mann, welchen sie namentlich nannte und welcher ein bekannter Geschäftsmann in unserer Stadt ist, mit ihm verkehrt hätte und diese Neigung ebenfalls teilen würde. Bahmmm! Das wusste nun schon mal die ganze Runde. Die erzählt es vielleicht in einer anderen Runde weiter usw. ... Soviel dazu, dass man mit solchen Dingen diskret umgehen sollte und auf keinen Fall Namen nennen sollte wenn man eine pikante Sache über eine bestimmte Person schon unbedingt dritten auf die Nase binden muss! 

Es folgte noch ein paar, allerdings wesentlich harmlosere, Nachfragen meines Vaters, der üblicherweise auch seine eigene Meinung zu derartigen Themen hat. Zu guter letzt ließ uns der Freund meiner Schwester noch wissen, wie er sich vorstelle, dass die beiden mit Strampelanzügen o.ä. ihr spiel trieben. 
Andere am Tisch schüttelten höchstens den Kopf, enthielten sich aber weitere Kommentare. Auch meine Freundin sagte zu dem Thema glücklicherweise nichts. Genau wie die anderen, weiß sie nicht, das auch ich heimlich Windeln trage und auch ab und zu mal das ein oder andere Accessoire aus dem Adultbaby-Bereich nutze, auch wenn ich mich selbst mehr zu den Windelliebhabern als zu den echten Adultbabies zähle.  

Ich malte mir aus, wie die sich um mich herum befindlichen Personen wohl reagieren würden, wenn sie wissen würden, dass ich ebenfalls einer von „Dieser Sorte“ war.

Nun wirken Adult-Babys in voller Montur, vielleicht mit Schnuller und Mützchen, krabbelnd und Babysprache brabbelnd und vielleicht von Mutti bettfertig gemacht werdend, sicher noch eine Spur skurriler auf die Allgemeinheit als ein Erwachsener der - ohne diese wirklich zu benötigen - "nur" Windeln an hat. 

Abgesehen von aller Indiskretion, war das Ganze natürlich auch für mich eine interessante Information, wenn auch aus ganz Anderen Gründen, als für den Rest der Runde. 
Zumal ich einen der Betroffenen persönlich kannte und  ihm nie etwas angemerkt haben. Sicher nicht, denn er wird damit genauso vorsichtig umgegangen sein wie ich es tue und ich bin mir eigentlich ziemlich sicher, dass auch mir niemand zutrauen würde, dass ich heimlich Windeln trage. 

Das mein Schulfreund ihn erwischt hat, war sein Unglück,  aber sicher genau eine dieser unzähligen Situationen die uns jeden Tag treffen können. Eine kleine Unachtsamkeit, einmal vergessen etwas wegzuräumen, eine nicht verschlossene Tür oder ein Unfall. Es kann so vieles passieren, was unsere Heimlichkeiten entlarvt. 

Auch von einem mir bis dato unbekannten AB in unserer Stadt zu hören, erregte natürlich meine Aufmerksamkeit, aber es zeigte mir eben auch, wie schnell solche Sachen weiter getragen werden und wie indiskret mit solchen Informationen umgegangen wird. Was wäre wenn mir so etwas passiert? Ich lebe in einer Kleinstadt, da ist der Ruf der schnell ruiniert.

Irgendwann wechselten wir das Thema zum Glück wieder und abgesehen von diesem - für mich aus verständlichen Gründen aufregenden Erlebnisses - war es ein schöner Abend. 

Auf dem Nachhauseweg fragte ich mich, ob meine Freundin, welche allgemein sehr still ist, und für viele Sachen eine gewisse Verarbeitungs- oder Bedenkzeit braucht, bevor sie dann irgendwann wieder auf das Thema zurückkommt, mich hierzu noch einmal ansprechen wird. 
Manch einer wird jetzt sicher sagen, das wäre doch eine gute Gelegenheit mich ihr gegenüber zu öffnen. Ich allerdings muss erwidern, dass ich nach diesem Erlebnis vermutlich weiter als je zuvor davon entfernt bin ihr etwas zu sagen. Gleiches gilt übrigens für meine Schwester. Ich hatte in der Vergangenheit tatsächlich mal daran gedacht, ihr von meiner ungewöhnlichen Vorliebe zu erzählen. Letztendlich war das Vertrauen aber doch nicht groß genug. Gut so, muss ich heute sagen.
Da war nichts von Verständnis oder Toleranz zu spüren, was meine Schwester anging war das pure Ablehnung und ihr Freund machte sich über das Thema lustig.

Das Thema hat mich an dem Abend noch lange beschäftigt und ich habe nicht sehr gut geschlafen in der Nacht. Aber das ist wohl unser los. Verständnis können wir kaum erwarten und Situationen wie oben beschrieben können immer geschehen. Jedem von uns. Damit müssen wir leben.

Schreibt mir doch mal per Email (siehe mein Profil) oder bei Twitter, ob Ihr auch schon einmal etwas ähnliches erlebt habt! Seit Ihr vielleicht sogar unfreiwillig geoutet worden? Oder habt Ihr übberaschend entdeckt, dass jemand den Ihr kennt, zu uns ABDLs zählt?

Euer

Mike

Mittwoch, 30. September 2015

Der Stress meines Doppellebens


Heimlich Windeln zu tragen kann manchmal ganz schön stressig sein. Letzte Woche war es mal wieder so weit und ich habe ein Wenig Nachschub geordert. Wie üblich wartete ich ungeduldig ab, bis endlich die Nachricht kam, dass mein Paket verschickt wurde. Nach zwei Tagen war es so weit. Ich konnte also bald mit der ersehnten Lieferung rechnen. Nun ging das Warten erneut los, denn jetzt war es die SMS der Packstation die mir ankündigen sollte, dass mein Paket abhol bereit ist. 
Es dauerte nicht lange und auch diese traf ein. Ich betrachtet die SMS nur flüchtig, denn am gleichen Tag hätte ich das Paket eh nicht aus der Station erlösen können, da meine Freundin an diesem Tag da war. Also bis zum nächsten Tag warten. Gleich nach Feierabend wollte ich an der Packstation vorbeifahren.

Gesagt - getan. Am nächsten Tag steuerte ich nach einem kurzen Abstecher in der Stadt wie geplant die Packstation an. Ich nahm mein Handy aus der Tasche und rief die SMS mit der Benachrichtigung auf um die TAN zu erfahren. Mist! Da bemerkte ich, dass dieses gar nicht die übliche Benachrichtigung der Packstation war sondern, dass mein Paket in eine Filiale umgeleitet wurde. Es war 5 vor 6. Ich würde es nicht mehr schaffen die Filiale rechtzeitig zu erreichen und besonders ärgerlich war, dass ich keine 10 Minuten vorher direkt in der Nähe der besagten Filiale war. Hätte ich die SMS sorgfältiger gelesen, hätte ich mein Paket nun schon.
Also alles auf den nächsten Tag vertagen. Das war ein Samstag. Da ist meine Freundin wieder da. Sollte ich etwa bis zum Montag warten müssen? Da würde es bei mir wieder schlecht aussehen.
Glücklicherweise ergab es sich so, dass wir am Samstag getrennte Wege gingen und da wagte ich es, das Paket aus der Filiale abzuholen. Ich wollte es so lange im Auto lassen, bis sich eine Gelegenheit ergäbe es irgendwo zu verstecken. Dann durfte es bis dahin nur nicht passieren, dass meine Freundin an meinen Kofferraum wollte.

Als ich zuhause ankam war meine Freundin am putzen. Ein Kuchen backte im Ofen. "Günstige Gelegenheit", dachte ich. Während sie vorne am putzen war, konnte ich mein Paket hintenrum über die Gartenpforte in den Schuppen bringen. 
Ich ging also noch einmal zum Auto zurück und griff mein Paket. Es war ungewöhnlich groß, weshalb es auch nicht in die Packstation passte. Mit leicht erhöhtem Puls und ebenso erhöhten Adrenalinspiegel schlich ich ums Haus. Als ich hinten angekommen war, sah ich schemenhaft durch die Terrassentür, das sich in der Küche etwas bewegte. Oh nein, der Kuchen! Just in diesem Moment muss die Uhr geklingelt haben und meine Freundin lief in die Küche um den Gar zustand zu  kontrollieren. Was sollte ich nun tun. Noch stand ich im Schatten der Hecke, aber sicherlich hatte auch sie mich bemerkt! Ich ließ das Paket also erstmal hinter der Hecke stehen und ging zu Ihr in die Küche. Leider hatte ich nicht bemerkt, dass die Hecke mittlerweile etwas durchsichtig geworden war und man mittlerweile durchaus sehen konnte wenn dahinter etwas abgestellt  wurde. Natürlich bemerkte meine Freundin sofort den Karton und fragte was dort stünde. Was sollte ich sagen? "Ein Karton..., den...", stammelte ich und versuchte mit dem Kuchen abzulenken. Sie sah noch einmal genauer in Richtung des Paketes. Wieder versuchte ich ein Ablenkungsmanöver. Mein Herz raste. Was, wenn Sich nachschauen ging?

Es dauerte etliche Minuten, bis sie wieder nach vorne Ging um weiter zu putze, Eine unendliche Zeit für mich. Ich musste nochmal weg und so verließ ich die Wohnung durch die Hintertür. Den Karton nun irgendwo zu deponieren war mir zu heiß geworden. Also griff ich Ihn wieder und brachte ihn zurück in mein Auto. Hätte ich doch bloß bis zum nächsten Morgen gewartet, wenn sie schläft. Aber ich wollte den großen Karton auch aus meinen Auto haben! Wer weiß wann sie an den Kofferraum musste.

Ich machte meine restlichen Besorgungen und ärgerte mich über mich selbst. Ich überlegte, ob es alternativen gäbe und ich den Karton sonst irgendwo abstellen konnte. Mir fiel nichts ein. Ich beschloss deshalb ihn im Kofferraum zu lassen und tatsächlich erst am nächsten Morgen zu verlagern wenn meine Freundin noch im Bett liegt. Das würde schon gut gehen. Ich durfte sie nur nicht an mein Auto lassen.

Besser ging es mir nach dieser Entscheidung nicht, denn ich hatte die ganze Zeit ein schlechtes gewissen und Angst, sie würde mich nochmals auf den Karton ansprechen? Was sollte ich dann sagen? Ich suchte nach möglichen Ausreden.
Zum Glück kam von Ihrer Seite nichts mehr, denn sie hatte dieses Ereignis wohl weniger wichtig genommen als ich.

Ich schlief schlecht in der Nacht, aber am nächsten Morgen konnte ich mein Vorhaben in die Tat umsetzen. Wieder ziemlich aufgeregt, verfrachtete ich das Paket noch vor dem Frühstück von meinem Auto in ein provisorisches Versteck. Den Rest würde ich Montag machen. Jetzt war mir wohler, denn zumindest war mein Auto nun wieder "clean".
Am Montag konnte ich dann gleich eine der neuen Windeln anziehen, obwohl sich dabei gleich das nächste Problem offenbarte, denn die Packung der Bestellten Windeln war ungewöhnlich groß und passte so nicht in mein Versteck. Ich musste sie deshalb teilen und nun ist mein Versteck ziemlich gut gefüllt. Eigentlich überfüllt. Naja, was soll's. Wenigstens hat alles noch irgendwie hineingepasst und es wird ja auch wieder weniger.

Diese Lieferung hat mich ganz schön Nerven gekostet. So ist das, wenn man ein geheime Leidenschaft hat.